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Einen Online Shop eröffnen

Posted by kleckerlabor on 12. November 2017 in Geld verdienen |

Ein Online-Shop hat Vorteile gegenüber dem Schaufenster eines realen Geschäftes: man muss keine Miete zahlen und kann bequem von Zuhause aus Millionen von Kunden erreichen. Um jedoch erfolgreich zu werden, muss man sich über einen Online-Shop genauso viele Gedanken machen wie über jedes andere Geschäft. Du brauchst ein tolles Produkt, eine benutzerfreundliche Webseite und einen soliden Marketing-Plan.

 

Entwicklung eines Produkts und Geschäftsplans

Entscheide, was du verkaufen willst.

Wenn du einen Online-Shop gründen willst, hast du wahrscheinlich bereits eine Vorstellung davon, welche Produkte du verkaufen möchtest. Bedenke dabei, dass sich manche Dinge online eher gut und andere eher schwer verkaufen, wenn man sie nicht in Natura sehen kann. In jedem Fall solltest du leidenschaftlich an den Wert deines Produkts glauben – andernfalls ist es schwierig, Kunden zu erreichen. Hier ein paar Punkte, die man bedenken sollte:

  • Handelt es sich um ein physisches Produkt, das versendet werden muss, oder ein digitales Produkt, das über das Internet verschickt werden kann?
  • Möchtest du einen Bestand (mehr als ein Exemplar) von jedem Produkt anbieten, oder handelt es sich um Einzelexemplare (z.B. Kunstgegenstände, Second-Hand Artikel usw.)?
  • Möchtest du eine große Produktauswahl anbieten oder dich auf ein Produkt spezialisieren und z.B. nur T-Shirts oder Bücher verkaufen?
  • Stellst du das Produkt selbst her? Wenn ja, musst du der Nachfrage gerecht werden. Baue eine Beziehung zu einem zuverlässigen Lieferanten auf.
  • Wenn du das Produkt nicht selbst herstellen willst, benötigst du einen guten Hersteller. Recherchiere über verschiedene Firmen, um eine zu finden, die zu deiner Geschäftsidee passt.
  • Entscheide, wie dein Produkt verschickt wird. Erstelle einen Plan, um dein Produkt effizient von Zuhause aus zu verschicken, oder arbeite einen Lager- und Lieferplan mit einem Lagerhaus aus. Wenn das Produkt von einem Dritten hergestellt wird, kann dieser es vielleicht auch direkt an deine Kunden verschicken.
  • Du wirst eng mit deinem Produkt oder deiner Dienstleistung verbunden sein. Damit sich dein Shop herumspricht und du ihn effektiv bewerben kannst, musst du mit Personen aus dem entsprechenden Industriezweig in Kontakt treten. Achte darauf, dass du dich für ein Produkt entscheidest, hinter dem du auch langfristig stehen kannst.
Finde eine Nische.

Zu wissen, welches Produkt du verkaufen willst, ist nur ein Teil davon, einen erfolgreichen Online-Shop zu gründen. Du musst herausfinden, was deine Leistungen von allen ähnlichen Leistungen unterscheidet, die den Leuten online und im normalen Leben zur Wahl stehen. Warum sollte ein Kunde gerade deine handgestrickten Pullis kaufen, wenn er weitere 100 Shops zur Auswahl hat?

  • Schätze die Konkurrenz ein. Stürze dich nicht einfach in den Verkauf eines bestimmten Produkts, ohne dir vorher die Webseiten der Konkurrenz anzusehen. Ziehe die wichtigsten Online-Märkte in Betracht, um deine Produkte zu bewerben und sieh dir die Konkurrenz innerhalb dieser Portale an.
  • Biete etwas wirklich Originelles. Handgemachte Produkte und die Originalität deiner Arbeiten können dich wirklich von der Konkurrenz abheben. Versuche etwas zu finden, das sowohl sehr originell ist, aber auch generell ansprechend.
  • Biete Sachverstand. Vielleicht ist die Eigenschaft, die dich von deiner Konkurrenz abhebt, das Wissen über das Produkt, das du verkaufst. Vielleicht bist du ein ehemaliger Baseball-Profi, der jetzt eine neue Linie von Baseball-Handschuhen verkauft. Mache deine Leidenschaft und dein Expertenwissen zu einem Teil des Pakets.
  • Biete einen benutzerfreundlichen Kaufvorgang an. Auch wenn dein Produkt anderen Artikeln ähnelt, die online zum Verkauf angeboten werden, kannst du deinen Laden herausstechen lassen, indem die Kauferfahrung Spaß macht und einfach ist. Deine Webseite muss sich leicht bedienen und mit anderen teilen lassen. Sei kommunikativ und biete einen besseren Kundendienst an als andere.
Prüfe den Markt in kleinem Maßstab

Im normalen Geschäftsleben empfiehlt es sich, Produkte zunächst auf eine andere, weniger verpflichtende Art und Weise zu verkaufen (auf Kommission, auf einem Flohmarkt, einer Handwerksmesse usw.), bevor man den Sprung wagt und sein eigenes Geschäft eröffnet. Das gleiche gilt für einen Onlineshop. Versuche zunächst, deine Produkte einzeln auf eBay, Hood.de, DaWanda, Amazon usw. zu verkaufen. Hierbei solltest du auf folgendes achten:

  • Wer kauft dein Produkt? Biete Kunden einen Gutschein oder ein Geschenk an, wenn sie eine kurze Umfrage beantworten. Finde heraus, auf welchen Seiten sie sonst noch online einkaufen.
  • Wie viel sind sie zu zahlen bereit? Experimentiere mit unterschiedlichen Preisen.
  • Wie zufrieden sind deine Kunden? Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um herauszufinden, wie einfach du dein Produkt an deine Kunden liefern kannst. Verwendest du gute Verpackung? Ist der Versand zuverlässig? Sind deine Kunden mit ihrem Produkt zufrieden? Trifft deine Beschreibung zu?

 

Erstelle einen Geschäftsplan

Bevor du beginnst, dein Online-Geschäft zu eröffnen, nimm dir die Zeit, einen detaillierten Geschäftsplan zu erstellen. Bestimme auch, ob du eine Finanzierung durch Investoren benötigst oder nicht. So kannst du die notwendigen Schritte planen, um dein Geschäft erfolgreich zu machen. Ermittle deine Betriebskosten und entwirf eine Marketing-Strategie. Diese Faktoren musst du in Erwägung ziehen:

  • Produktionskosten, egal ob du dein Produkt selbst herstellst oder herstellen lässt.
  • Versandkosten
  • Steuern
  • Gehälter für Angestellte, falls vorhanden
  • Gebühren zur Reservierung eines Domain-Namens und Webhosting-Services.

Melde dein Geschäft den deutschen Gesetzen entsprechend an. Wenn du die Dinge offiziell machst, benötigst du einen Namen für dein Unternehmen und musst die notwendigen Steuerpapiere ausfüllen, um deinen Online-Laden zu registrieren.

 

 Deinen eigenen Online-Shop aufbauen

Registriere einen Domain-Namen

Wähle einen Namen, der kurz, eingängig und leicht zu merken ist. Er sollte auch einzigartig sein, da die meisten einfachen Namen bereits besetzt sind. Probiere verschiedene Domainnamen bei einer Registrierungsfirma aus, bis du einen findest, mit dem du zufrieden bist, und der noch nicht in Verwendung ist.

  • Wenn dein Wunschname bereits besetzt ist, werde kreativ. Schreibe Zahlen aus, füge ein kleines Wort dazwischen ein oder probiere es mit einem Bindestrich.
  • Der Domain-Registrierungsdienst bietet dir alternative, ähnlich klingende Vorschläge an, wenn der gewünschte Name bereits besetzt ist.
Wähle einen Webhosting-Service.

Ein guter Webhosting-Service ist der Stützpfeiler deines Online-Shops, du solltest dir dafür also ein wenig Zeit nehmen. Wenn er unzuverlässig ist, leiden mit Sicherheit die Verkäufe. Es gibt auch kostenlose Webhosting-Services, aber da du Produkte online verkaufst, musst du für einen Service zahlen, der die gewünschten Optionen bietet.[1]

  • Du brauchst auch genügend Platz für Wachstum, wenn dein Geschäft gut läuft.
  • Wähle einen Hosting-Service, den du entsprechend deiner Planung selbst anpassen und programmieren kannst.
Designe deine Webseite.

Entwirf sie entweder selbst oder lasse sie von einem Web-Designer erstellen. Der Fokus sollte auf der Darstellung deines Produkts liegen und darauf, es deinen Kunden so leicht wie möglich zu machen, etwas zu kaufen. Gestalte die Webseite nicht zu bunt und glitzernd – beim Online-Shopping gilt, je einfacher, umso besser.

  • Denke an eine Möglichkeit, Email-Adressen zu sammeln, um Werbung und Sonderangebote zu verschicken.[2]
  • Der Kunde sollte nicht öfter als zweimal klicken müssen, um ein Produkt zu kaufen.
  • Wähle nur wenige Farben und Schriftarten.
Wähle eine E-Commerce (elektronischer Geschäftsverkehr) Software.[3]

Damit können Kunden Produkte ansehen und sicher kaufen. Die Software speichert Kundendaten und Zahlungsdaten. In manchen Fällen kann E-Commerce Software auch beim Marketing nützlich sein, da man sie auch verwenden kann, um Kunden-Emails zu versenden. Nimm dir die Zeit, verschiedene Anbieter anzusehen, bevor du einen auswählst, da dies eine große Rolle für das Kauferlebnis deiner Kunden und somit für deinen geschäftlichen Erfolg spielt.

Richte ein Geschäftskonto ein.

Du brauchst ein Konto bei einer Bank oder einem Kreditinstitut, damit deine Kunden mit Kreditkarte zahlen können. Banken können teuer werden, daher nutzen viele Kleinunternehmer PayPal als günstigere Alternative.[4]

Nutzung eines All-Inclusive E-Commerce Services

Recherchiere All-Inclusive E-Commerce Anbieter.

Wenn du keine Neigung verspürst, eine Webseite selbst zu gestalten, gibt es eine Menge Anbieter, die eine Plattform für einen Online-Shop bieten, den man zu sehr niedrigen Kosten in wenigen Stunden einrichten kann. Du musst nicht lernen, wie man eine Webseite codiert, oder einen Webdesigner einstellen und du hast alle notwendigen Werkzeuge, um dein Produkt sofort zu verkaufen.

  • All-Inclusive Dienste nehmen normalerweise einen kleinen Anteil von jedem deiner Verkäufe.
  • Diese Anbieter haben Vorteile, es gibt jedoch auch Einschränkungen, da du mit deren System arbeiten musst. Sieh dir die verschiedenen Anbieter an, bevor du einen auswählst. Wenn du keinen findest, der zu deinem geplanten Geschäftsmodell passt, solltest du eher einen eigenen Online-Shop gründen.
Sieh dir allgemeine E-Commerce Dienstleister an.

Bei Firmen wie „Shopify“ und „Yahoo! Stores“ kannst du einen professionellen Shop einrichten, wenn du deine eigenen Produkte vertreibst. Gehostete E-Commerce Lösungen gehen noch weiter und bieten das Design des Shops, sichere Zahlungsmöglichkeiten, Hosting, Mailinglisten, Verkaufsstatistiken und Kundendienst. Dies ist attraktiv, wenn man nicht selbst programmieren will.

Überlege, Produkte mit Profit weiterzuverkaufen.

Es gibt Affiliate-Anbieter (Partnerprogramme) wie Amazon eStores LLC, bei denen du Produkte von buy.com und anderen Händlern weiterverkaufen kannst, indem du Produktbewertungen schreibst und dich auf ein Thema konzentrierst, das Kunden das Leben einfacher macht. Amazon eStores Shops lassen sich schnell einrichten, du kannst jedoch keinen eigenen Warenbestand verkaufen.

Bringe eBay auf die nächste Ebene.

Wenn du bereits ein paar Dinge auf eBay verkauft hast und weißt, dass deine Kunden dich dort finden, kannst du zu einem eBay Shop „aufsteigen“, um Geld für Angebotsgebühren zu sparen.

  • Wenn du eBay noch nie verwendet hast, ist es vielleicht nicht ideal, da man am besten mit einem vorhandenen Kundenstamm anfängt. Deine Kunden müssen das Web gut genug kennen, um vertrauensvoll auf eBay einzukaufen.
  • Beachte, dass eBay Leute anzieht, die nach Schnäppchen und einmaligen Artikeln (und Schnäppchen bei einmaligen Artikeln) suchen.
  1. Ziehe „Tips“ für allgemeine Online-Verkäufe in Betracht. „Tips“ ist ein Online-Marktplatz, auf dem du kostenlos einen Artikel einstellen oder eine ganzen Katalog erstellen kannst. Du kannst Fotos hochladen, Artikel beschreiben und auszeichnen. Du kannst Waren kostenlos monatelang einstellen, ohne die Einträge aktualisieren zu müssen. Beim Verkauf fällt dann eine Gebühr an. Man kann Videos einstellen, über die Produkte bloggen und sich direkt von der Seite aus kostenlos mit seinem Twitter-Konto verbinden.
  2. Probiere es mit „Cafepress“, wenn du handgemachte Artikel verkaufen willst. Diese Optionen eignet sich besonders, wenn du nur T-Shirts und andere Artikel verkaufen möchtest, die mit deinen eigenen, speziellen Designs bedruckt werden können (z.B. Tassen, Aufkleber, Anstecker). Kunden navigieren durch deinen Shop, bestellen ihre Artikel, und Cafepress führt die Bestellung und den Versand für dich durch. Du kannst kostenlos einen einfachen Shop einrichten, und gegen eine monatliche Gebühr besondere Funktionen abonnieren.
  3. Verkaufe selbstgemachte Artikel auf „Etsy“. Etsy ist eine sehr beliebte Wahl für Kreative, die ihre Produkte selber herstellen. Es gibt keine Mitgliedsgebühren auf Etsy, einen Artikel für 4 Monate oder bis zum Verkauf einzustellen kostet $ 0,20, wenn du ein Produkt verkaufst, berechnet Etsy 3,5% des Verkaufspreises als Transaktionsgebühr. Die Bezahlung erfolgt direkt und du bist für den Versand verantwortlich. Gebühren werden monatlich abgerechnet (und sind abhängig davon, welche deiner Artikel verkauft wurden).[5]
  4. Versuche es mit dem Verkauf über „Instagram“. Instagram ist das am schnellsten wachsende soziale Netzwerk weltweit und besitzt einen sehr engagierten Benutzerstamm. Es eignet sich besonders für den Verkauf von Modeartikeln, handgemachten Stücken und Produkten von Zuhause aus. Lade Bilder deiner Artikel auf Instagram hoch und verbinde/synchronisiere deinen Account mit inSelly.com, um einen persönlichen Online-Shop mit Instagram-Bildern zu gründen. Die Bezahlung läuft über PayPal und der Service kostet weder Mitglieds- noch Verkaufsgebühren.

 

Kunden anziehen und halten

Bewirb deinen Shop auf Facebook und Twitter.

Soziale Netzwerke sind für Firmen, speziell Online-Firmen, wichtiges Marketing. Richte ein Konto ein und veranlasse Leute, deine Seite zu „liken“, zu „folgen“ und zu „teilen“, um Werbung für dich zu machen.

  • Biete Vergünstigungen für Kunden, die deinen Shop bewerben. Du kannst einen Rabatt oder ein Geschenk für diejenigen anbieten, die daran teilnehmen.
  • Aktualisiere die Konten mit Informationen über alle neuen Produkte und Angebote.
Starte einen Blog.

Deine Produkte gepaart mit Expertenwissen anzubieten, ist eine tolle Art, mehr Leute auf deine Seite zu ziehen. Wenn dein Produkt mit Mode zu tun hat, starte einen Style-Blog, indem du ab und zu über ein paar deiner Produkte schreibst. Finde eine Möglichkeit, an Online-Gesprächen über die Produkte, die du verkaufst, teilzunehmen.

  • Manche All-Inclusive Anbieter haben einen Blog als Teil ihres Shops integriert.
  • Nenne die Produkte anderer Firmen in deinem Blog und bitte sie, im Gegenzug deine zu nennen. Dies ist eine übliche Praxis bei kleinen Online-Verkäufern.
  • Sende Muster deiner Produkte an prominente Blogger oder Webseiten für Produkt-Bewertungen.
  • Mache Gasteinträge in den Blogs von anderen. Wenn du zum Beispiel eine hausgemachte Backmischung für Kekse verkaufst, stelle dein Produkt auf einem prominenten Blog für Backwaren vor.
  1. Sende Werbe-Emails an Kunden. Verwende ein Email-Programm wie MailChimp, um die Email-Adressen deiner Kunden zu ordnen, und versende gut formatierte Emails, die deine Kunden über Sonderangebote informieren. Überstrapaziere diese Methode jedoch nicht – wenn du zu viele Emails sendest, melden sich die Kunden ab.

Tipps

  • Achte darauf, alle kostenlosen Probeangebote voll auszunutzen, die die E-commerce Software Plattformen anbieten. Dadurch kannst du jeden Aspekt der Software austesten, ohne Geld dafür ausgeben zu müssen. Wenn du kein Probeangebot finden kannst, kontaktiere den Anbieter und versuche eines auszuhandeln. Die Chancen stehen gut, dass sie eine Ausnahme machen.
  • Sei vorsichtig bei Angeboten, die den Verkauf von Produkten beinhalten, die du nicht hast. Man bezeichnet sie oft als „Dropshipping“ Service, und wenn es auch manche gibt, die legal sind, gibt es auch viele Betrüger. Auch wenn die Produkte echt sind, bestehen hier nur kleine Erfolgsaussichten, da du Produkte verkaufst, die auch andere bereits verkaufen. Du bräuchtest außerordentliche Marketing-Fähigkeiten, damit es sich lohnt – aber in diesem Fall kannst du diese auch auf deine eigenen Produkte anwenden.

Verwandte wikiHows

Quellen und Zitate

  1. http://www.sba.gov/content/start-online-business
  2. http://www.entrepreneur.com/article/175242
  3. http://www.ecommerce-guide.com/article.php/3551461/Starting-Your-Own-EBusiness-Pt-2-Choosing-a-Platform.htm/
  4. http://www.smallbusinesscomputing.com/emarketing/article.php/3601376/Starting-An-Online-Store-The-Essential-Checklist–Part-I.htm
  5. http://www.etsy.com/how_selling_works.php

 

 

 

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